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AUSSTELLUNGEN

Staatsballett


- Foto (c) Goetzmann/wrb 



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Wenn sich der Vorhang für „Der Nussknacker“ öffnet, trifft das Publikum auf die Familie Stahlbaum – das Weihnachtsfest ist bereits voll im Gange. Die Gäste tragen feine Roben der Belle Epoche und bewegen sich tänzerisch-elegant durch einen großzügigen Jugendstil-Salon. Nacho Duato hat die Handlung kurzerhand in das Jahr 1913 versetzt. Die für diesen Ballettklassiker eher ungewöhnliche Zeitreise hat nicht nur stilistische, sondern vor allem auch tänzerische Gründe. So gibt die elegante Mode des frühen 20. Jahrhunderts dem Ensemble mehr Bewegungsfreiheit als die steifen Kostüme des vorangegangenen Jahrhunderts. Ein kongenialer Kniff, der zugleich auf der Bühne eine magische Weihnachtswunderwelt voller Holzspielzeug und Matrosenanzüge entstehen lässt, wie es sie nur noch in unseren schönsten Träumen gibt.



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Bei der Bescherung werden die Kinder von ihrem Patenonkel Drosselmeier mit Geschenken überschüttet. Ein Prinz und eine Prinzessin, aber auch ein grimmiger Mausekönig sind darunter. Der kleinen Clara hat es aber besonders der hölzerne Nussknacker angetan. Bald senkt sich die Nacht über das glückliche Treiben; die Sterne am Weihnachtshimmel gehen auf und schießen als Sternschnuppen wie Schneeflocken durch die Nacht. Doch kaum ist es dunkel, erwachen die Puppen zum Leben. Schnell geht es überaus turbulent zu und der Nussknacker muss die kleine Clara vor den Angriffen des fiesen Mäusekönigs retten. Verwandelt in einen feschen Prinzen nimmt sie der Nussknacker gleich darauf mit auf eine exotische Reise in eine Zauberwelt, in der Muffins zu Gebirgen werden und Cocktailschirme Schatten spenden.



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Nacho Duato orientiert sich in seiner Fassung des beliebten Familienklassikers, die 2013 am Sankt Petersburger Mikhailovsky-Theater seine Uraufführung feierte und zuletzt auch an der Mailänder Scala zu sehen war, stark an der Geschichte „Nussknacker und Mäusekönig“ von E.T.A. Hoffmann, die vor 200 Jahren in Berlin zuerst veröffentlicht wurde. Dabei ist die Erzählung viel mehr als nur eine Weihnachtsgeschichte. Es ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden. Dies zeigt sich auch im Tanz. Bereits im ersten Akt sieht man deutliche Unterschiede zwischen den Bewegungen der Erwachsenen und jener der Kinder – dabei werden alle Partien ausschließlich vom Staatsballett-Ensemble getanzt. Im Laufe der Geschichte werden die Bewegungen der kleinen, aber frechen Clara dann immer erwachsener. Insgesamt ist Nacho Duato der klassischen Bewegungssprache des Balletts weitgehend treu geblieben, nicht aber ohne diese um seine eigene choreographische Handschrift zu bereichern. Eines ist sicher: Das werden magische Weihnachten! (St-B.)



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