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WEDEKINDS "LULU"

Abbildung: Lilith Spangenberg als LULU - - Foto (c) Goetzmann/wrb

Wedekinds Stück, bestehend aus den Dramen „Erdgeist“ und „Büchse der Pandora“, hat eine denkbar wechselhafte Entstehungs-, Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte: Umschreibungen, Privataufführungen, Verbote, schließlich Überarbeitung zum Drama „Lulu“.

Abbildung: Silvia Rieger, Lilith Spangenberg - - Foto (c) Goetzmann/wrb

Die Figur inspirierte zu Stumm- und Tonfilmen, der Oper von Alban Berg, einer Umsetzung von Robert Wilson mit Musik von Lou Reed, einer ersten Aufführung des Urtexts 1988 in der Regie von Peter Zadek in Hamburg.

Abbildung: Lilith Spangenberg - Jan Bluthardt - - Foto (c) Goetzmann/wrb

Und doch bleibt es eine Geschichte der Projektionen und Lulu das Objekt: Ein Mann schreibt, andere Männer setzen das Drama auf Spielpläne, noch mehr Männer inszenieren ihre Phantasien. Jetzt haben wir #MeToo, Harvey Weinstein ist verurteilt, der Literatur-Nobelpreis wurde ausgesetzt, toxische Männlichkeit ist in ihren brutalen und erniedrigenden Formen erkannt und wird mindestens zunehmend auch geahndet.

Abbildung: Waldemar Kobus - Lilith Spangenberg - - Foto (c) Goetzmann/wrb

Dann kann „Lulu“ also in den Giftschrank. Oder beschreibt Wedekind eine Unruhe und die brutale, gesellschaftliche Organisation der Unterdrückung – von der dann endlich Lulu erzählen sollte?

Abbildung: Projektion und Realität: LULU - - - Foto (c) Goetzmann/wrb