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BEHNHAUS/DRÄGERHAUS Lübeck

Abbildung: C. Mühlenpfordt: Drägerwerk Lübeck - Fabrikgebäude -

Carl und Anna Mühlenpfordt: NEUE ZEITKUNST

Carl Mühlenpfordt (1878–1944) reformierte Ende des Ersten Weltkrieges die Architekturfakultät des Braunschweiger Polytechnikums zu einer bekannten Ausbildungsstätte, die später durch das Netzwerk seiner Schüler als „Braunschweiger Schule“ für Furore sorgte. Heute ist der Architekt und Hochschullehrer weitgehend unbekannt, obwohl er mit Verve – abseits vom programmatischen Bauhaus, aber getragen von Kontinuitätsglauben und Reformwillen – eine „Neue Zeitkunst“ für Kaiserzeit und Weimarer Republik einforderte. Die architektonischen und städtebaulichen Ansätze der so genannten Reformarchitektur, zu der auch Mühlenpfordt zu zählen ist, wurden lange Zeit ignoriert und geraten erst nun wieder stärker ins Blickfeld.

Abbildung: Carl u. Anna Mühlenpfordt um 1940 - - Foto (Repro): Goetzmann/wrb

1909 heiratete Mühlenpfordt die Lübecker Malerin Anna Dräger (1887–1984). Sie folgte ihrem Mann nach Braunschweig, blieb ihrer Heimatstadt zeitlebens aber durch ihr künstlerisches Werk verbunden.

Abbildung: Carl Mühlenpfordt: Kaufmannshaus Lübeck 1909 -

Die Ausstellung und das Begleitbuch „Mühlenpfordt – Neue Zeitkunst. Reformarchitektur und Hochschullehre“ bieten eine vielschichtige Kontextualisierung zur Einordnung von Leben und Werk des Architekten. Im Behnhaus zu sehen sein werden Entwurfszeichnungen und Fotografien von Bauten Mühlenpfordts (Evangelische Kirche und Schule in Kücknitz, katholisches Gesellenhaus am Dom, Anbau für St. Maria am Stegel in Lübeck, Fabrikgebäude für das Drägerwerk, stadtplanerische Entwürfe für Lübeck). (MB) (-15. März)

Abbildung: Anna Dräger-Mühlenpfordt: Totentanz, 1947 - - Foto: Goetzmann/wrb