PLATEAU EFFECT in der Komischen Oper

Szenenfoto - Foto (c) Goetzmann/wrb


In Plateau Effect gleichen die Tänzerinnen und Tänzer einer Gemeinschaft. die in fortwährendem und rastlosem Wandel wechselnde Terrains in stetiger Bewegung durchwandert. Tätigkeiten wie Kommunizieren, Transportieren, Konstruieren und Bewohnen werden zu Choreographie. wenn sie als gemeinsames Handeln dargestellt werden; keine dieser Aktionen ist einer einzigen Person allein möglich.


Szenenfoto - Foto (c) Goetzmann/wrb


Durch Körper und Stimme, durch Sound, Licht und Materialien nähert sich diese Kraft des Gemeinschaftlichen dem Publikum, um sich sodann auch schon wieder zu entfernen. Eingebettet in die Klanglandschaften von David Kiers, mit dem Lichtkonzept von Minna Tiikkainen und der Szenographie der Künstlergruppe SIMKA, scheint die Aufführung von Plateau Effect durch eine Sequenz sehr aufwändiger Prozesse scheinbar hindurchzurasen, vibrierend und unaufhaltsam.


Szenenfoto - Foto (c) Goetzmann/wrb


Mit den Tänzerinnen und Tänzern suchte ich nach dem Effekt unklarer Orientierung und nach der Herausforderung für den Betrachter, verschiedene Ebenen von Choreographie, Licht und Bühne gleichzeitig zu erfassen. Das Wechselspiel innerhalb der Aktionen der Tänzer einerseits, ihre Interaktionen mit den Materialien andererseits: es entsteht eine Choreographie der Materien. Kleinigkeiten verschmelzen zu verblüffender Größe, sodass die nüchterne Wirklichkeit des Materials gewissermaßen in einen psychedelischen Ausnahmezustand gerät. An der Schnittstelle zwischen Fakten und Glauben-machen-wollen prüft Plateau Effect unsere Fähigkeit, das Hier und Jetzt zu überschreiten. (JvD)


Szenenfot - Foto (c) Goetzmann/wrb



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